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Wissenswertes

Wußten Sie …

...dass Sport für Dialysepatienten besonders vorteilhaft sein kann?

Dialyse-Patienten treiben häufig wenig Sport und weisen eine meist geringe Leistungsfähigkeit auf. In Studien wurden eine ganze Reihe positiver Effekte durch sportliche Betätigung während der Dialyse nachgewiesen. Dazu zählen unter anderem eine deutliche Verbesserung der körperlichen Ausdauer und des seelischen Gleichgewichts, eine Verbesserung des Blutdrucks mit Reduktion der notwendigen Blutdruckmedikamente, eine wesentlich gebesserte Ernährungssituation sowie eine Steigerung der Lebensqualität. Außerdem konnte gezeigt werden, dass neben den beschriebenen Effekten bei einem sportlichen Training während der Dialyse eine verbesserte Giftstoffentfernung (Harnstoffeliminiation) erreicht werden kann, das heißt eine bessere Entfernung von Schlackenstoffen.

Wenn allerdings eine schwere Herzschwäche, Herzschmerzen und Herzrhythmusstörungen sowie Herzklappenfehler bzw. ein schlecht eingestellter Bluthochdruck vorliegen, ist Vorsicht geboten. Vor dem Beginn einer sportlichen Betätigung sollte allerdings zunächst der betreuende Dialysearzt/Nephrologen gefragt werden. Sport ist für nahezu jeden Menschen möglich.

siehe auch: www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Sport+Fitness/Training/Dialyse-und-Sport-2182.html

www.miomedi.de/gesundheit/krankheiten/dialyse/alltag/alltag-dialyse-sport.html

Phosphat

…dass ein zu hoher Phosphatspiegel bei Dialysepatienten häufig zu deutlich beschleunigter Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) führt? Zusammen mit Kalzium fällt es aus und wird in den Gefäßen abgelagert. Das Phosphat wird durch die Dialyse zwar sehr effektiv entfernt, der Körper gibt es aber leider nur sehr langsam her, weil es nur langsam aus dem Gewebe ins Blut strömt, wo es dann effektiv eliminiert werden kann. Daher müssen unsere Patienten zum überwiegenden Teil eine phosphatreduzierte Ernährung einhalten und wenn sich dies schwierig gestalten lässt sogenannte Phosphatbinder einnehmen. Diese Medikamente können das mit der Nahrung zugeführte Phosphat noch im Magen/Darm binden und den Organismus daran hindern, es in den Körper aufzunehmen.

Viel Phosphat ist enthalten in allen Nahrungsmitteln, die mit einem E gekennzeichnet sind. Achten Sie mal im Supermarkt auf dieses Zeichen. Beispiele sind E338/339/340/341/450/451 und 452.

Phosphatreiche Nahrungsmittel sind beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

  • Fischstäbchen
  • Lachs
  • Matjeshering
  • Hähnchenschekel und Hänchenbrustfilet
  • Wild
  • Leber
  • Truthahn
  • Hartkäse
  • Mozarella
  • Schmelzkäse
  • Nüsse
  • Schokolade
  • Sonnenblumen-/ Sesam- und Kürbiskerne
  • Getrocknete Pilze
  • Cheeseburger
  • Lasagne
  • Pizza
  • Fleischkäse
  • Bockwurst und Wiener

Trinken bei Dialysepatienten

… dass Dialysepatienten gar nicht so sehr auf die Flüssigkeitsaufnahme achten müssen, wenn sie noch ganz gut Urin ausscheiden? Viele unserer Patienten scheiden täglich noch bis zu 3 Liter Urin aus. Dieser Urin ist jedoch nur gering angereichert mit Giftstoffen, so dass paradoxerweise trotz guten Wasserlassens eine Dialyse notwendig ist. Man kann sich die erlaubte Trinkmenge selbst errechnen. Die Urinausscheidung plus 500 ml pro Tag sind auf jeden Fall erlaubt. Kaffe und Suppen wie auch Obst, welches zu mehr als 90 % aus Wasser besteht, müssen übrigens hinzugerechnet werden.  Unerklärlicherweise ist das Durstgefühl mancher Pat. aber so stark, dass mehrere Liter täglich aufgenommen werden. Umso mehr müssen wir dann über die Dialyse entfernen. Am Ende kommt es manchmal zu einer ausgeprägten Müdigkeit und Schlappheit, weil der große Wasserentzug den Organismus belastet, wie z.B. während einer schweren Durchfallerkrankung oder bei Flüssigkeitsverlusten unter hohem Fieber. Das Schlaf- und Erholungsbedürfnis ist groß, letztlich ein ganz normaler Vorgang. Das führt zu der falschen Einschätzung vieler, die Dialyse würde schaden.

Wir als Ärzte unternehmen großen Anstrengungen, unsere Patienten auf einem sog. Optimalgewicht am Ende der Dialyse einzustellen, so dass diese möglichst wenig die Lebensqualität beeinträchtigt.

Enteisent

...was das Wort enteisent bedeutet?

Der Begriff "enteisent" bedeutet, dass dem Mineralwasser aus optischen und geschmacklichen Gründen durch Belüftung und anschließender Filtration Eisen entzogen wird.

Viele natürliche Mineralwässer enthalten Eisen, das in gelöster, zweiwertiger Form vorliegt. Durch Zufuhr von Sauerstoff über die Luft wird es zu dreiwertigem Eisen oxidiert und fällt dadurch als brauner Niederschlag aus. Dieser Vorgang würde auch in einem abgefüllten Mineralwasser bei Vorhandensein von Eisen ablaufen. Aus optischen und geschmacklichen Gründen (Eisen schmeckt metallisch) ist dies jedoch unerwünscht. Daher wird über eine gezielte Ausfällung mit anschließender Filtration das Eisen vollständig aus dem Mineralwasser entfernt. Dieses Verfahren muss gemäß Mineral- und Tafelwasser-Verordnung auf dem Mineralwasseretikett mit “enteisent“ deklariert werden.

Der Begriff “enteisent“ bedeutet nicht, dass dem menschlichen Körper durch Konsum des Mineralwassers Eisen entzogen wird.

Fruchtzucker und Bluthochdruck

....daß schon zwei bis drei Gläser Cola, Limo oder süßer Fruchtsaft täglich den Blutdruck hochtreiben? Schuld daran ist der hohe Fructosegehalt der Soft-Drinks. Kritisch wird es bereits ab 74 g Fruchtzucker pro Tag.  Das sind etwa 2,5 Soft-Drinks pro Tag. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, in der 4.528 Menschen ohne bekannten Bluthochdruck nach ihrem Konsum von Fruchtsäften, Soft-Drinks, Backwaren und Süßigkeiten befragt worden waren. Die täglich zugeführte Fruchtzuckermenge korrelierte eng mit dem Hypertonierisiko. Die klinische Relevanz: In den letzten Jahrzehnten hat der Fruktosegehalt in der Nahrung stetig zugenomen. Amerikaner konsumieren heute etwa 30% mehr Fruchtzucker als vor 20 Jahren.